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Firmengeschichte Markes & Co.KG

Die Firma Markes aus Lüdenscheid ist in vielen Nachschlagewerken über Blechspielzeug nicht erwähnt, da sie weder die beliebten Eisenbahnen noch das übliche, uhrwerkbetriebene Spielzeug herstellte. Und doch gelang es dieser nur mittelgroßen Firma, wie nur wenigen anderen, gleich mehrere Spielzeugklassiker im Laufe von 50 Jahren Produktion erfolgreich auf den Markt zu bringen. Erwähnt seien nur das DUX Kino, der DUX Astroman, und die Dux Auto- und Flugzeugbaukästen.

Unter dem Namen Markes & Co.KG gründete Carl Markes 1904 seine eigene Firma. In der Werkstatt fertigte er Schnitt- und Stanzwerkzeuge. Allerdings gestaltet sich der Absatz der Stanzwerkzeuge schwierig, so dass er die Produktpalette um Kugelhalter und Kugelkäfige für die damals boomende Fahrradindustrie erweiterte. Bereits 1911 hatte er rund 40 verschiedene Kugellager im Angebot und erweiterte die Produktionspalette auch um weitere Fahradteile wie Schutzbleche und Rahmenfedern. Um fehlende Umsätze mit den Fahrradteilen im Winterhalbjahr auszugleichen, fertigte Markes ab 1916 als Zulieferer Einzelteile für die Spielzeug Stabil-Metallbaukästen der Firma Walther & Co. in Berlin. 1932 ließ Markes das Markenzeichen DUX schützen und begann mit der Herstellung von DUX-Auto-, Flugzeug- und Universal-Metallbaukästen. Das bekannte DUX-Kino wurde ab 1935 gefertigt. Es beruhte auf einer Erfindung des spanischen Ingenieurs Nebel. Damals war das DUX Kino eine absolute Neuheit, da erstmals bei einem Kinderspielzeug bewegte Bilder verwendet wurden. Bis dahin gab es nur die stehenden Bilder der Laterna Magica. Entsprechend gut entwickelte sich der Umsatz. Beliebt in den späten dreißiger Jahren waren auch die Flugzeugbaukästen, wie die populäre JU 87/STUKA. In den 50er Jahren begann Markes wie viele andere Spielzeughersteller mit der Kunststoff-Spritzgießtechnik. 1959 erschien der DUX Astroman Roboter, 1962 der DUX Technic Kunststoffbaukasten, ab 1964 gab es den Volkswagen-Auto-DUX-Baukasten. Das DUX Kino 68, 1968 erschienen, war ein komplett überarbeiteter Filmprojektor und verkaufte sich auch in den Folgejahren gut. 1982 trugen die Spielzeuge nur noch 7% zum Umsatz bei und die Spielzeugproduktion wurde beendet. Heute fertigt die Markes & Co. KG mit 50 Mitarbeitern jährlich über 20 Mio. Kugellager sowie Stanz- und Ziehteile.

Dux Astroman

"Ein Wunderwerk des Spielzeugbaus, gleich reizvoll für Vater und Sohn".

So wurde der Elektro-Roboter "DUX-Astroman 150" im Prospekt von 1960 angepriesen. "Der Roboter ist 35 cm hoch und wird ferngesteuert" hieß es weiter. "Das Kommandogerät mit 4 Knöpfen ist leicht zu bedienen. Es erfordert für den Betrieb 2 Stabzellen à 1,5 Volt. Der Roboter geht vorwärts, er bückt sich und richtet sich wieder auf, er breitet die Arme aus und greift mit den Händen zu, er hebt und senkt die Arme. So kann er Lasten aufnehmen, auf einen Wagen laden, den Wagen fortschieben und wieder entladen. Die Spielmöglichkeiten sind unbegrenzt."

Gebrauchsanweisung DUX Astroman

Jedem DUX Astroman lag eine zweifach gefaltete Gebrauchsanweisung bei. Eine der sechs Seiten bestand aus einem Zeitungsausriss mit einem fiktiven Bericht der Mondlandung in der damaligen Zukunft des Jahres 1964. In dem Artikel wurde der Einsatz der Astroman Roboter auf dem Mond geschildert.

Roboter auf den Mond

Letzter Funkbericht vom Raumschiff I.

NEY YORK, 16.Juli 1964 gez. Von der Besatzung des Raumschiffes I, das vor 4 Tagen glücklich und wohlbehalten auf dem Mond gelandet ist, erhalten wir soeben diesen Funkbericht.

Wir befinden uns in der Aussichtskuppel im oberen Teil der Druckkammer und beobachten unsere Roboter bei der Arbeit. Clark sitzt in der Fernlenkkontrolle und erteilt ihnen seine Befehle. Sie sind emsig dabei, Felsbrocken mit Loren fortzuräumen und der Bulldozer planiert bereits den Baugrund für die Mondstation. Die Roboter können mit ihrer Errichtung beginnen, sobald Raumschiff II mit den Bauteilen hier gelandet sein wird. Unsere Roboter bewähren sich hervorragend. Da jegliche Atmosphäre hier fehlt, strahlt die Sonne ungemildert und voller Glut in unseren Krater. Im Schatten der Kraterwand herrscht die Eiseskälte des Weltraumes. Unsere braven Roboter aber gehen fleißig und unbeirrt ihrer Arbeit nach, während wir den Schutzbereich des Raumschiffes nicht verlassen dürfen. Druckkammer und Klimaanlage arbeiten einwandfrei. Wir melden uns morgen wieder zur selben Zeit.

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...wird fortgesetzt