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Firmengeschichte

Die Metallwarenfabrik Adolf Kürschner, Firmenzeichen AK, wurde um 1935 gegründet. 1967 oder etwas früher erfolgte die Übernahme durch den Schwiegersohn Heino Stelter. Seitdem lautete die Firmierung auf "Spielwarenfabrik Dr. Adolf Kürschner - Inhaber Stelter & Co.". Damit enstand auch als gängiges Firmenkürzel der Name "Stelco". Ansässig war die Firma Stelco in Fürth bei Nürnberg, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Firma Neuhierl, die seit den sechziger Jahren die bekannten Carrera-Bahnen herstellte. AK Stelco selber stellte einfache Plastikspielzeuge wie Eisenbahnen, Autos und Parkhäuser, Flugzeuge, Figuren und Kindersportgeräte her. In den siebzigerJahren wurde die bekannte japanische Spielzeugfirma Tomy Teilhaber (Stelco Tomy GmbH) und firmierte nach dem Konkurs von Stelco als TOMY Spielwaren GmbH. Ein Teil der ehemaligen Stelco Spielwaren wurde von der in Erlangen ansässigen Firma Frör weitervertrieben. Heute noch bei Sammlern bekannt ist Stelco als Hersteller von bunten Gummiautos im Stil der Firma Tomte. Inwieweit Beziehungen zu der um 1910 im Nürnberg-Fürther Raum bestehenden Firma Arthur Kürschner bestanden, muß offenbleiben. Diese stellte die damals sehr beliebten Laterna Magica her. Weitergehende Informationen über AK Stelco im Fürth Wiki: http://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Stelco

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Flugspiel Apollo von Stelco ca. 1968. Die 17,5 x 29,5cm große Karte zeigt im Vordergrund einen frei schwebenden NASA Astronauten über der Oberfläche des Mondes und eine Gemini Raumkapsel mit geöffnetem Fallschirm vor der Erdkugel im Hintergrund. Das Display nimmt Bezug auf den Flug von Gemini IV, bei dem Edward "Ed" White am 03.Juni 1965 als erster Amerikaner und zweiter Mensch überhaupt einen Spaziergang im Weltraum unternahm. Ein kurzes Video davon ist hier zu sehen: http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/multimedia/video/v-010.mpg . Aus der gleichen Zeit stammt die links daneben abgebildete Phantom, die später zusammen mit der Rakete angeboten wurde.

Leider gibt es keinerlei Daten, wann die Stelco Raketen im Spielzeughandel erhältlich waren. Das Gemini Raumfahrt-Programm endete Anfang 1967, die ersten (noch unbemannten) Apollo Flüge fanden ein Jahr später statt. Vermuten kann man daher aufgrund der Namensgebung ein Erscheinungsdatum im Jahr 1968. Die Karte zeigt noch das bis in die zweite Hälfte der sechziger Jahre gebräuchliche Firmenzeichen der Metallwarenfabrik Dr.Adolf Kürschner.

Hier ist die Trägerrakete mit der verchromten Phantom zusammen in einen Blister gepackt. Der Hintergrund ist noch der gleiche, wie bei der älteren Verkaufsverpackung. Allerdings wurde mittlerweile das Firmenzeichen etwas verändert und der Firmenname Stelco hinzugefügt. Dies geschah um 1969/70, dem Höhepunkt der Apollo-Ära.

Die Trägerrakete wird mit einer beiliegenden Schleuder hoch geschossen. Am Scheitelpunkt öffnet sich der Fallschirm und die Trägerrakete schwebt langsam auf den Erdboden herab. Zusätzlich kann man sie mit dem Astronauten oder der Mondlandefähre beladen, die dann am eigenen Fallschirm ebenso herabschweben. Leider ist die Funktionsweise nicht immer gegeben und die Flügel des Spielzeuges brachen leicht, sodaß nicht mehr allzuviele davon erhalten geblieben sind. Die Trägerrakete war, wie der Blechroboter sich erinnern kann, um 1972 im Handel erhältlich. Dem Firmenzeichen wurde erstmals auch eine Artikelnummer, die 1126/2 hinzugefügt.

Diese Packung hat neben der neuen Artikelnummer 2002937 auch ein komplett neuer Aussehen. Das Design mit den breiten Farbstreifen und den unifarbenen Flächen kann man schon 1967 in Kunst und Marketing beobachten. Der Höhepunkt der Verwendung lag aber um 1972-74. Für die späte Zeitstellung sprechen auch die dabei verwendeten Farbtöne rot-weiß-blau. Vorher wurden eher orange-gelb-grüne Farbtöne verwendet. Das Apollo Raumfahrtprogramm der Amerikaner wurde 1975 beendet.

Mit dem Konkurs der Firma Stelco am 6. Mai 1979 wurden viele der Stelco Spielwarenartikel von der Firma Frör aus Erlangen noch für einige Jahre weitervertrieben. Bei Beibehaltung des alten Stelco Firmenzeichens wurde das der Firma Frör hinzugefügt. Auch die alte Artikelnummer wurde übernommen. Wohl als Kostenersparnis wurden die Phantom und die beiden sich im Cockpit der Rakete befindlichen Astronauten nicht mehr verchromt.

Ed White am 3. Juni 1965

Stand 23.07.2011